Fragen & Antworten

Häufige Fragen zur Altersversorgung bei einer Pensionskasse*

 

 


  

Was ist eine Pensionskasse?

Die Pensionskasse ist eine rechtlich selbständige Versorgungseinrichtung, die den Versorgungsberechtigten einen Rechtsanspruch auf ihre Leistungen einräumt. Da die Pensionskasse gegen Zahlung von Beiträgen Versorgungs- leistungen bietet und das damit verbundene Versicherungsrisiko übernimmt, handelt es sich um ein Versicherungsunternehmen, das der staatlichen Versicherungsaufsicht unterliegt.

  

Wem gehört die Pensionskasse?

Anteilseigner einer Pensionskasse sind üblicherweise - wie bei der MPK - satzungsgemäß die Mitglieder der Pensionskasse, also die Versicherten selber.

  

Wie sicher ist eine Pensionskasse?

Pensionskassen unterstehen der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanz- dienstleistungsaufsicht Bereich Versicherungen. Sie dürfen ihre Kapitalanlagen nur nach strengen, aufsichtsrechtlichen Grundssätzen anlegen. Neben der Aufsichtsbehörde wacht ein Treuhänder über die Kapitalanlagen. Bei der MPK ist außerdem der Aufsichtsrat paritätisch mit Vertretern der Arbeitgeber und der versicherten Mitglieder besetzt. 

  

Wer ist die MPK?

Die MPK (Müllerei - Pensionskasse VVaG) ist eine überbetriebliche Pensions- kasse. Wir versichern überwiegend Angestellte und Arbeitgeber aus dem Nahrungs- und Genussmittelbereich. Die MPK wurde 1911 gegründet und ist als Spezialist auf dem Gebiet der Altersversorgung tätig.

  

Muss ich zwingend Mitglied der MPK werden?

Nein. Die Mitgliedschaft bei der MPK ist freiwillig. Es ist jedoch unbestritten, dass eine zusätzliche Altersversorgung dringend erforderlich ist. In jedem Fall sollte die bestehende Altersabsicherung regelmäßig überprüft werden.

  

Welchen Versicherungsschutz bietet die MPK?

Der Versicherungsschutz der MPK umfasst:
Altersrente, vorgezogene bzw. hinausgeschobene Altersrente, Dienstunfähigkeitsrente und eine Hinterbliebenenversorgung (Witwen-, Witwer- und Waisenrente).
Für beim Rentenbeginn unverheiratete Versicherte erhöht sich die Rentenleistung, da dann keine Hinterbliebenenversorgung geleistet wird.
Daneben besteht auch die Möglichkeit einer Kapitalabfindung.

  

Wie funktioniert die Entgeltumwandlung bei der MPK?

Bei dem gesetzlichen Entgeltumwandlungsanspruch führt der Arbeitgeber den umgewandelten Betrag (z.B. aus dem Urlaubs-/Weihnachtsgeld, VWL) für den Arbeitnehmer an die MPK ab. Im Jahr 2018 können weiterhin 4 % der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung, also maximal 3.120,-- € (BBG West) steuer- und sozialversicherungsfrei für die betriebliche Altersversorgung aufgewendet werden.

  

Sind auch höhere Einzahlungen möglich?

Ja. Im Rahmen der steuerlichen Förderung der betrieblichen Altersversorgung können insgesamt bis zu 8 % (6.240,-- € für 2018) der jeweiligen BBG steuerfrei geleistet werden, allerdings sind nur 4 % (3.120,-- €) auch sozialversicherungsfrei.

 

Ist die Beitragshöhe auf Dauer festgelegt?

Nein. Die MPK betrachtet die Beitragszahlung als freiwillig und ermöglicht somit eine jederzeitige individuelle Anpassen an die jeweiligen Bedürfnisse des Versicherten.

  

Es besteht schon eine Direktversicherung, kann zusätzlich eine Entgeltumwandlung erfolgen?

Ja. Bei der Direktversicherung werden die Beiträge nach § 40 b EStG pauschal besteuert. Wurden bisher Beiträge im Wege der Pauschalversteuerung geleistet (Altzusage bis 31.12.2004),  maximal pro Arbeitnehmer in Höhe von 1.752,-- €, so sind diese von den zuvor genannten steuerfreien Beiträgen abzuziehen.

Die Entgeltumwandlung erfolgt nach § 3 Nr. 63 EStG und die Beiträge werden steuerfrei gezahlt.

  

Ruhendes Arbeitsverhältnis

Zur Vermeidung von Versorgungslücken, beispielsweise während der Elternzeit oder eines Sabbaticals, besteht die Möglichkeit der steuerfreien Nachzahlungen von Beiträgen bis zu 8 % der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze pro vollem Kalenderjahr (max. 10 Jahre). Voraussetzung hierfür ist, dass kein steuerpflichtiges Beschäftigungsverhältnis während der vollen Kalenderjahr vorlag.

  

Was passiert bei einem Arbeitgeberwechsel?

Bei einem Arbeitgeberwechsel besteht die Möglichkeit, die Versicherung mit dem neuen Arbeitgeber fortzuführen. Wenn der neue Arbeitgeber die Fortführung nicht wünscht, kann die Versicherung beitragsfrei gestellt werden. Es besteht auch die Möglichkeit der privaten Beitragszahlung, die vom Versicherten selbst jederzeit angepasst werden kann.

Der steuerfreie Beitrag von insgesamt 8 % in Höhe von 6.240,-- € für 2018 ist also je Arbeitgeber möglich.

  

Kann ich meine Versicherung bei der MPK kündigen?

Nein. Eine Kündigung Ihrer Versicherung ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Eine private Altersvorsorge ist staatlich gewünscht und wird z.B. mit der Entgeltumwandlung oder zusätzlichen Beiträgen vom Arbeitgeber gefördert.

  

Ist eine Übertragung auf eine andere Versicherung möglich?

Ja. Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer Übertragung auf eine andere Versicherung, zum Beispiel nach einem Arbeitgeberwechsel. Hierzu ist eine Einzelfallprüfung erforderlich. Wir beraten Sie dazu gerne telefonisch.

  

Wo gibt es weitere Informationen über die MPK?

Für weitere Informationen und Auskünften stehen wir Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.

 

  

*Zu Gunsten der einfacheren Lesbarkeit wird sowohl für die männliche wie die weibliche Form die männliche Form verwendet.