Erklärung zu den Grundsätzen unserer Anlagepolitik gemäß § 234i VAG.

 

Strategie

Die Müllerei-Pensionskasse bietet ihren Versicherten einen Tarif an, der sowohl für die arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung als auch für die Entgeltumwandlung zur Verfügung steht. Wir zielen daher insbesondere auf die finanzielle Stabilität unseres Tarifs ab, sodass die nachhaltige Erfüllbarkeit unserer Verpflichtungen gewährleistet ist. Dies umfasst auch die Verpflichtungen aus Tarifen, die für neue Beitragszahlungen geschlossen sind. Darüber hinaus streben wir eine attraktive Überschussbeteiligung an, soweit diese mit unserer Risikotragfähigkeit in Einklang steht.

Anlagepolitik

Ziel der Kapitalanlagepolitik der Müllerei-Pensionskasse ist die dauerhafte Erfüllbarkeit unserer versicherungstechnischen Verpflichtungen, insbesondere die Erreichung der gewährten Garantieverzinsungen und die Sicherstellung der lebenslangen Leistungserbringung.

Derzeit nehmen festverzinsliche Anlageformen noch eine dominante Rolle in unserem Kapitalanlagebestand ein. Unsere Bestandsanlagen stellen durch ihre hohen Verzinsungen noch einen Grundpfeiler unserer Ertragssituation dar. Aufgrund der weiterhin anhaltenden Niedrigzinsphase erfolgen jedoch kaum mehr Neuinvestitionen in diesen Anlagebereich. Stattdessen erhöhen wir den Anteil an Immobilien in unserem Kapitalanlage-Portfolio. Wir konzentrieren uns dabei auf risikoarme Segmente, wie beispielsweise Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie den aus unserer Sicht zukunftsträchtigen Bereich der Pflegeimmobilien.

Darüber hinaus investieren wir im Wege eines von uns aufgelegten Spezialfonds, dessen einziger Anteilseigner wir sind, neben Rentenpapieren auch in breit gestreute Aktienanlagen. Durch eine sorgfältige Unterlegung mit Eigenkapital steht uns diese chancenreichere Anlageform im Rahmen unserer Risikotragfähigkeit in begrenztem Umfang zur Verfügung.

Insgesamt bauen wir den Anteil externer Mandate aus und reduzieren demzufolge unsere Direktanlagen. Durch eine vorausschauende Liquiditätsplanung und –steuerung unter Ausnutzung von Tages- und Termingeldern vermeiden wir weitestgehend Kosten aufgrund von Negativverzinsungen.

 

Anlagepolitik unter ESG-Kriterien

Die Pensionskasse achtet auf die Nachhaltigkeit ihrer Anlagetätigkeit. Unter Nachhaltigkeit verstehen wir die Berücksichtigung ökologischer, sozialer und die Unternehmensführung betreffender Faktoren (ESG-Faktoren) zu dem Zweck, die Sicherung der Werthaltigkeit und den dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg unserer Kapitalanlage zu gewährleisten.

Demzufolge identifizieren wir auch Nachhaltigkeitschancen und berücksichtigen diese als weiteren Bestandteil unserer Anlagepolitik.

 

Derzeit ist bereits ein hoher Anteil unseres Vermögens nachhaltig investiert, sei es über unseren Spezialfonds, welcher das PRI-Abkommen unterzeichnet hat, oder über soziale Infrastruktur und erneuerbare Energieerzeugung.

Der weitere nachhaltige Ausbau unseres Portfolios erfolgt mit der Neu- und Wiederanlage aus dem Ablauf bestehender Namenstitel und Darlehen.

 

Risikobewertung

Die Bewertung unserer Risiken folgt markt- und branchenüblichen Modellen und Methoden. Wir beurteilen die Kreditrisiken anhand von Ausfallwahrscheinlichkeiten, denen anerkannte Ratings zugrunde liegen. Hierdurch kann das Kreditausfallrisiko quantifiziert werden. Marktrisiken bewerten wir anhand von Szenariorechnungen und Stresstests unter Berücksichtigung externer und somit unabhängiger Kapitalmarkteinschätzungen. Soweit Risiken hierdurch nicht erfasst werden können, quantifizieren wir diese anhand von Schätzungen unter Zugrundelegung von potenziellen Schadenhöhen und zugehörigen Eintrittswahrscheinlichkeiten.

Die versicherungstechnischen Risiken werden jährlich durch den Verantwortlichen Aktuar einer Prüfung unterzogen. Seine Analysen umfassen dabei sowohl Erfahrungswerte aus der Vergangenheit als auch Einschätzungen zur zukünftigen Entwicklung.

Risikosteuerung

Aus Unternehmenssicht steuert die Müllerei-Pensionskasse auf Basis ihres Risikotragfähigkeitskonzepts. Den einzelnen Risiken werden dabei festgelegt Risikokapitale zugewiesen, die so bemessen sind, dass selbst bei vollständigem Verzehr die verbleibenden Eigenmittel ausreichen, um die gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen zu erfüllen.

Zusätzlich sorgen ein Limitsystem und die Beschränkung unserer Anlagetätigkeit durch eine interne Richtlinie für eine Begrenzung der eingegangenen Risiken. Durch kurz-, mittel- und langfristige Liquiditätsplanungen stellen wir sicher, dass ein positiver Cashflow gewährleistet ist.

Fazit

Bis auf Weiteres geht der Vorstand der Müllerei-Pensionskasse davon aus, dass die gegenwärtige Niedrig- bis Nullzinsphase anhält. Diese Grundannahme determiniert daher auch weiterhin unsere Anlagepolitik. Risikoarme Anlagen in Renten und Immobilien sowie chancenreichere Anlagen im Rahmen unserer bestehenden und weiter auszubauenden Risikotragfähigkeit bestimmen somit auch weiterhin unsere Anlageentscheidungen.

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