Allgemeine Informationen zur

Müllerei-Pensionskasse

(nach § 3 VAG-Informationspflichtenverordnung VAG-InfoV)


  

 1. Bezeichnung des Altersversorgungssystems

 

Die Versicherung bei der Müllerei-Pensionskasse richtet sich nach der Satzung und den

Allgemeinen Versicherungsbedingungen

der Müllerei-Pensionskasse VVaG

für Leistungen aus

dem Tarif 2021.

Soweit das Versicherungsverhältnis vor dem 01.01.2021 begründet wurde, richtet es sich nach den

 

Allgemeinen Versicherungsbedingungen

der Müllerei-Pensionskasse VVaG

für Leistungen aus

Beitragszahlungen ab 01.01.2013.

 

Soweit das Versicherungsverhältnis vor dem 01.01.2013 begründet wurde, richtet es sich für Beiträge, die vor diesem Datum gezahlt wurden, nach den

Allgemeinen Versicherungsbedingungen

der Müllerei-Pensionskasse VVaG

für Leistungen aus

Beitragszahlungen bis 31.12.2012

 

Die sich nach diesen Allgemeinen Versicherungsbedingungen richtenden Tarife werden zusammen als „Altersversorgungssystem“ bezeichnet.

 

 

  

 2. Bezeichnung der durchführenden Einrichtung

 

Das Altersversorgungssystem nach Nr. 1 wird von der

Müllerei-Pensionskasse VVaG

Leyentalstraße 26

47799 Krefeld

 

Telefon: 0 21 51 / 72 88-0

Telefax: 0 21 51 / 72 88-44

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

durchgeführt.

Die Müllerei-Pensionskasse hat ihre Zulassung in der Bundesrepublik Deutschland erhalten und wird von der

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

Graurheindorfer Straße 108

53117 Bonn

unter der Registernummer 2043 beaufsichtigt.

 

  

 3. Angaben zu den Leistungselementen und Wahlmöglichkeiten

 

Soweit die Versicherung bei uns im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung besteht, sind unsere Tarife sogenannte beitragsorientierte Leistungszusagen. Das bedeutet, dass jeder gezahlte Beitrag in einen Rentenbaustein umgewandelt wird. Jeder Rentenbaustein wird durch den jeweils gezahlten Beitrag vollständig finanziert, weitere Beitragszahlungen sind für ein und denselben Rentenbaustein nicht mehr erforderlich. Die Summe aller Rentenbausteine ergibt dann die Leistung, die wir bei Eintritt des Versorgungsfalles zahlen.

 

Leistungselemente

Unsere Leistungen umfassen lebenslange Pensionszahlungen nach Erreichen des Pensionsalters, bei Dienstunfähigkeit und Tod. Sämtliche Leistungen setzen den Wegfall des Erwerbseinkommens des Versicherten voraus. Leistungen bei Tod erbringen wir dabei an Hinterbliebene wie Ehegatten, eingetragene Lebenspartner und Kinder.

 

Die Pension wegen Alters kann auch vor Erreichen des Pensionsalters beantragt werden (vorgezogene Alterspension), wenn die Voraussetzungen zum Bezug eines vorgezogenen Altersruhegeldes aus der gesetzlichen Rentenversicherung erfüllt sind. In diesem Fall kürzen wir die Pensionszahlung um einen versicherungsmathematischen Abschlag.

 

Der Beginn der Alterspension kann auch über das Pensionsalter hinausgeschoben werden (hinausgeschobene Alterspension). In diesem Fall erhöhen wir die Pensionszahlung um einen versicherungsmathematischen Zuschlag.

 

Die Alterspension kann für Versicherungsverhältnisse, die vor dem 01.01.2021 abgeschlossen wurden, auch teilweise beantragt werden (teilweise Alterspension). Die teilweise Alterspension gewähren wir in der Höhe des Prozentsatzes, um den das Erwerbseinkommen des Versicherten wegfällt.

 

Falls ein Versicherter bei Eintritt des Leistungsfalles unverheiratet ist und das Versicherungsverhältnis vor dem 01.01.2021 abgeschlossen wurde, erhöhen wir die Alters- bzw. Dienstunfähigkeitspension um einen Unverheirateten-Zuschlag. In diesem Fall entfällt der Anspruch auf Zahlung von Hinterbliebenenpensionen.

 

Soweit das Versicherungsverhältnis vor dem 01.01.2011 begründet wurde, zahlen wir im Falle des Todes eines Versicherten darüber hinaus ein Sterbegeld.

 

Wahlmöglichkeiten

Die volle oder teilweise Alterspension und die vorgezogene volle oder teilweise Alterspension zahlen wir bei Versicherungsverhältnissen, die vor dem 01.01.2021 abgeschlossen wurden, auf Antrag als einmalige Kapitalabfindung. Die volle oder teilweise Alterspension und die volle oder teilweise vorgezogene Alterspension zahlen wir in diesen Fällen auf Antrag auch als Teilkapitalabfindung aus. Die Teilkapitalzahlung ist dabei auf 30 % der Anwartschaft beschränkt.

 

Ist der Versicherte bei einem Mitgliedunternehmen der Müllerei-Pensionskasse beschäftigt und liegt betriebliche Altersversorgung im Sinne des Betriebsrentengesetzes vor, ist hierfür die Zustimmung des Mitgliedunternehmens erforderlich.

 

Der Antrag auf Kapitalabfindung muss mindestens ein Jahr vor Fälligkeit gestellt werden. Er ist unwiderruflich.

 

Sämtliche Einzelheiten zu den versicherten Leistungen und den offenstehenden Wahlmöglichkeiten sind den jeweiligen Allgemeinen Versicherungsbedingungen zu entnehmen, auf die wir ausdrücklich verweisen. Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen wurden Ihnen bei Vertragsabschluss ausgehändigt. Sie sind ebenfalls auf unserer Internetpräsenz unter www.pensionskasse.de abrufbar.

 

 

 

  

 4. Angaben zu Garantieelementen

 

Unseren Versicherungen liegt eine garantierte Verzinsung der Sparbeiträge von 0,25 % für Versicherungsverhältnisse, die nach dem 31.12.2020 abgeschlossen wurden, ansonsten von 1,75 % für Leistungen aus Beitragszahlungen ab 01.01.2013 bzw. von 3,50 % für Leistungen aus Beitragszahlungen bis 31.12.2012 zugrunde. Für die Garantieverzinsung ist der jeweils geltende aufsichtsbehördlich genehmigte technische Geschäftsplan maßgeblich. Der Sparbeitrag ist der Teil des gesamten Beitrags, den wir nicht zur Deckung vorzeitiger Leistungsfälle (Risikobeitrag) und zur Deckung unserer Verwaltungskosten (Kostenbeitrag) benötigen.

 

Ihre Versicherungsleistung ergibt sich jeweils aus der Summe der Pensionssteigerungsbeträge, die Sie bei Eintritt des Leistungsfalls (Alter, Dienstunfähigkeit oder Tod) erreicht haben. Diese Leistung garantieren wir.

 

Wenn es die Ertragslage der Müllerei-Pensionskasse zulässt, beteiligen wir Sie an einem etwaigen Überschuss. Die Beteiligung erfolgt durch Erhöhung der Versicherungsleistung. Auch die durch Überschussbeteiligung erhöhten Leistungen garantieren wir.

 

  

  

5. Vertragsbedingungen

 

Unsere Versicherungen basieren auf unserer Satzung und den Allgemeinen Versicherungsbedingungen in ihrer jeweils geltenden Fassung. Zum Nachweis, dass Sie bei uns versichert sind, haben wir Ihnen bei Versicherungsbeginn Ihren Versicherungsschein ausgehändigt. Dieser enthält das Datum des Beginns der Versicherung sowie die Mitgliedsnummer, unter der Sie bei uns versichert sind.

 

 

 

6. Angaben zur Struktur des Anlageportfolios

 

Wir legen das Vermögen der Müllerei-Pensionskasse nach den strengen gesetzlichen Vorschriften des Versicherungsaufsichtsgesetzes und der Anlageverordnung an.

 

Derzeit nehmen festverzinsliche Anlageformen noch eine dominante Rolle in unserem Kapitalanlagebestand ein. Unsere Bestandsanlagen stellen durch ihre hohen Verzinsungen noch einen Grundpfeiler unserer Ertragssituation dar. Aufgrund der weiterhin anhaltenden Niedrigzinsphase erfolgen jedoch kaum mehr Neuinvestitionen in diesen Anlagebereich. Stattdessen erhöhen wir den Anteil an Immobilien in unserem Kapitalanlage-Portfolio. Wir konzentrieren uns dabei auf risikoarme Segmente, wie beispielsweise Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie den aus unserer Sicht zukunftsträchtigen Bereich der Pflegeimmobilien.

 

Darüber hinaus investieren wir im Wege eines von uns aufgelegten Spezialfonds, dessen einziger Anteilseigner wir sind, neben Rentenpapieren auch in breit gestreute Aktienanlagen. Durch eine sorgfältige Unterlegung mit Eigenkapital steht uns diese chancenreichere Anlageform im Rahmen unserer Risikotragfähigkeit in begrenztem Umfang zur Verfügung.

 

Insgesamt bauen wir den Anteil externer Mandate aus und reduzieren demzufolge unsere Direktanlagen. Durch eine vorausschauende Liquiditätsplanung und –steuerung unter Ausnutzung von Tages- und Termingeldern vermeiden wir weitestgehend Kosten aufgrund von Negativverzinsungen.

 

Die Pensionskasse achtet auf die Nachhaltigkeit ihrer Anlagetätigkeit. Unter Nachhaltigkeit verstehen wir die Berücksichtigung ökologischer, sozialer und die Unternehmensführung betreffender Faktoren (ESG-Faktoren) zu dem Zweck, die Sicherung der Werthaltigkeit und den dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg unserer Kapitalanlage zu gewährleisten.  Demzufolge identifizieren wir auch Nachhaltigkeitschancen und berücksichtigen diese als weiteren Bestandteil unserer Anlagepolitik.

Derzeit ist bereits ein hoher Anteil unseres Vermögens nachhaltig investiert, sei es über unseren Spezialfonds, welcher das PRI-Abkommen unterzeichnet hat, oder über soziale Infrastruktur und erneuerbare Energieerzeugung.

Der weitere nachhaltige Ausbau unseres Portfolios erfolgt mit der Neu- und Wiederanlage aus dem Ablauf bestehender Namenstitel und Darlehen.

 

  

7. Angaben zu den Risiken des Altersversorgungssystems

 

Die Risiken, die mit der Versicherung verbunden sind, trägt grundsätzlich die Müllerei-Pensionskasse. Dabei handelt es sich im Wesentlichen einerseits um sogenannte biometrische Risiken. Das sind Risiken, die sich aus der Langlebigkeit oder aus der Dienstunfähigkeit der Versicherten ergeben.

 

Andererseits tragen wir das Risiko, dass wir aus unseren Einnahmen und Vermögenserträgen die Garantieverzinsung nicht erwirtschaften können.

 

Falls wir unsere Leistungen aufgrund unzureichender Finanz- und Ertragslage ganz oder teilweise nicht mehr erbringen können, dürfen wir unsere Leistungen an Sie soweit kürzen, bis wir wieder über eine ausgeglichene Bilanz verfügen (Sanierungsklausel). Falls Ihre Ansprüche betriebliche Altersversorgung im Sinne des Betriebsrentengesetzes sind, ist Ihr ehemaliger Arbeitgeber verpflichtet, unsere Kürzung auszugleichen.

Soweit Ihre Ansprüche jedoch auf privater Altersversorgung beruhen, besteht kein Ausgleichsmechanismus für unsere Kürzung (siehe auch Nr. 8).

 

  

8. Schutzmechanismen und Minderung der Versorgungsansprüche

 

Minderung der Versorgungsansprüche

Wenn wir unsere versicherten Leistungen nicht mehr erbringen können, weil uns dafür die notwendigen Mittel und Erträge fehlen, sind wir berechtigt, die versicherten Leistungen soweit zu kürzen, wie dies zur Abwendung eines Fehlbetrages erforderlich ist. Dieses Recht ergibt sich aus Artikel 25 Absatz 5 unserer Satzung, die den Versicherungen zugrunde liegt.

 

Schutz der Anwartschaften

Ihre Anwartschaften schützen wir durch ein sorgfältiges und angemessenes Risikomanagement. Wir sorgen für eine ausreichende Ausstattung mit Eigenkapital und ein Risikotragfähigkeitskonzept, das die von uns eingegangenen Risiken mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit abdeckt. Vermögenswerte können unserem Sicherungsvermögen nur entnommen werden, wenn der gesetzlich vorgeschriebene Treuhänder für das Sicherungsvermögen der Entnahme zustimmt.

 

Wenn es sich bei den versicherten Anwartschaften und Ansprüchen um Leistungen der betrieblichen Altersversorgung im Sinne des Betriebsrentengesetzes handelt, steht Ihr Arbeitgeber bzw. ehemaliger Arbeitgeber aufgrund von § 1 Abs. 1 Satz 3 des Betriebsrentengesetzes für die Leistungen der Müllerei-Pensionskasse ein, falls und soweit wir diese nicht mehr selbst erbringen können. Falls Ihr Arbeitgeber bzw. ehemaliger Arbeitgeber insolvent wird und der Einstandspflicht nicht mehr nachkommen kann, übernimmt der Pensions-Sicherungs-Verein a. G. in Köln die Einstandspflicht Ihres ehemaligen Arbeitgebers. Die Sicherung durch den Pensions-Sicherungs-Verein greift jedoch nur, wenn die Insolvenz Ihres ehemaligen Arbeitgebers nach dem 31.12.2021 eintritt.

 

  

9. Modalitäten der Übertragung

 

Im Falle der Beendigung Ihres Arbeitsverhältnisses bei einem Mitgliedunternehmen der Müllerei-Pensionskasse haben Sie innerhalb eines Jahres das Recht, Ihre bei uns erworbene Anwartschaft auf Ihren neuen Arbeitgeber zu übertragen. In diesem Fall übertragen wir das für Sie im Zeitpunkt der Übertragung gebildete Kapital (Übertragungswert).

Ihr neuer Arbeitgeber ist verpflichtet, Ihnen eine dem Übertragungswert wertgleiche Zusage zu erteilen und über eine Pensionskasse, einen Pensionsfonds oder eine Direktversicherung durchzuführen.

Wenn der Übertragungswert die zum Zeitpunkt der Übertragung geltende Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Altersversorgung übersteigt, sind wir berechtigt, die Übertragung abzulehnen.

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